
„Es kommt ein Maler, der malt die Landschaft in meinem Inneren um. Wenn ich später dann wieder in der Welt bin, spüre ich, dass ich mich so und so anders verhalte zu den Dingen und Menschen. Dass gemalt wird, beruhigt mich. Dann kann ich wieder forschen, wer ich geworden bin.“
Als Jugendliche habe ich begonnen das eigene innere Erleben künstlerisch auszudrücken. Die Zeichnungen und Holzarbeiten befassen sich mit dem Wechselspiel zwischen dem für mich sichtbaren und fühlbaren Gegebenen, das seinen Ausgangspunkt findet in der Gegenwart und immer wieder auch in der Vergangenheit, und dem Chor der unterschiedlich alten und farbigen Stimmen aus meinem Inneren und dem Inneren anderer. Eine wechselseitige Verflechtung von Innen und Außen. Das eigene Innere lasse ich fließend erzählen, zeichne aber auch Eindrücke von Begegungen mir naher Menschen.
Immer wieder bewegt mich die vorhandene Vielheit in der scheinbaren Einheit. Erlebensinhalte der „Unbewussten“ tauchen auf und erzählen mir ihre Geschichten.
Mit meinen Arbeiten und Zeichnungen möchte einladen, die Vielheit möglicher Zustände unseres inneren Erlebens und damit der Art und Weise, wie wir uns in der Welt verorten können, zu erforschen und sie sich ändern zu lassen. Das Leben und damit auch das Erinnerungsvermögen eines jeden Menschen reicht zurück bis in die Zeit seiner Empfängnis. Ich möchte den Raum vertiefen und weiten, den wir mit dem Begriff des „Mensch-Seins“ bezeichnen und den Blick lenken auf die tiefe Feinheit und individuelle Bedeutsamkeit unseres jeweiligen biografischen Gewordenseins.
Ernst und vielleicht ein bisschen schaurig, mit einem immerwährenden um die Ecke biegenden Zwinkern in den Augen, das die Lebendigkeit meint, die aufgeht, wenn die Starre endet.
